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Warum nicht die Welt Kopf stehen Lassen ?
Es ist genau die richtige Zeit dafür. Die Welt istt schnell, laut und hektisch. Neue Märkte erobern die Welt. Die alten Berufe sterben zum Teil aus, einfach nur mit Arbeit wird kein Geld verdient. Diejenigen, die schlauer sind, werden Gründer, Entrepreneur oder Start up Unternehmer. 
Abenteurer und Reisende sind nicht deshalb zahlreicher geworden, weil sie davor wegrennen. Sie wachen einfach auf. Viele werden Botschafter der Erde, teilen ihre Erkenntnisse mit Zuschauern bei Multimedia Projekten oder verewigen ihre Geschichten in Büchern und Filmen. 
Sie alle haben eines gemeinsam: sie schauen über den Tellerrand hinaus, machen sich außerhalb der Medien ein reales, erfahrbares Bild über die grenzenlose Vielfalt der Welt. 
Nicht nur, dass sie unterwegs auf einer inneren Reise durch ferne Länder und Zivilisationen ziehen, sie etablieren auch eine neue Art des Denkens.

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Einfach das alte Leben hinter sich lassen und losziehen in die Welt? Aus dem ewig starren Hamsterrad entfliehen und den inneren Schweinehund ein für alle mal überwinden? Die Couch und die Komfortzone verlassen, um sich ungewohnt zu bewegen, innerlich und äusserlich?
Es sind vielleicht schon Jahre vergangen, die Gewohnheiten sind gewachsen und das innere Sicherheitsgefühl ist Grundhaltung geworden. Es sind Dinge angeschafft worden, Kredite laufen, die Hoffnung auf einen Mehrwert wächst.
Die Freunde in der Umgebung, die Nachbarn, die Familie, Kontakte pflegen sind Teil einer jahrelangen Bemühung. Den Job, die feste Einstellung ist vielleicht dahin.
Der Traum von einer Weltreise rückt immer näher, immer öfter in die Gedanken. Der Traum von der großen Freiheit ebenso.
Es entsteht ein innerer Dialog, ein Diskurs, eine Diskussion. Das ist der Anfang.

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Kaum ist der Schritt des Loslassens gemacht, beginnt die innere Reise. Sie ist ein mächtiges Werkzeug für die nachhaltigste Veränderung des eigenen Denkstils.
Ausgestattet mit Fähigkeiten und inneren Werkzeugen beginnt die Reise. Alle Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen lassen die innere Reise intensiver werden.
Immer mehr bedient sich der Reisende seiner inneren Werkzeuge, wie Instinkt, Grundvertrauen, Geduld, Mut oder Optimismus.
Er begegnet innerer Stärke, Schwäche, begiebt sich in Gefahr, versucht sich zu schützen und übt sich besonders als Alleinreisender in Selbstreflexion.
Die innere Reise ist die wahre Reise. Sie offenbart die ganze innere Machbarkeit des Ichs.

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Begegnungen sind die Essenz unseres Grundvertrauens.
Auf Reisen sind sie die wohl stärkste Instanz, die eigene Persönlichkeit fließen zu lassen. Von einem eher einseitigem Selbstbild verwandelt sich der Abenteurer in eine Zusammenkunft vieler Selbst, lässt sie miteinander kooperieren und gestaltet mit viel Zeit seine Vorstellung vom Ich.
Dabei gelingt ihm zunehmend ein realistischer Optimismus und eine hohe Kompetenz innerhalb seiner Entscheidungsstrukturen. Reisende erfahren so etwas wie Zeitreisen, indem sie uralten Völkern begegnen.
In Indonesien hatte mich die Gastfreundschaft und das natürliche Interesse beeindruckt. In Laos besuchte ich viele kleine Dörfer der Einheimischen. Die Vergangenheit lebt noch immer in einer rasant wachsenden Zukunft.
Aber mit allen Gewinnen, die aus den vielen Begegnungen hervorgehen, wächst auch die bittere Erkenntnis, dass diese alten Völker immer mehr den globalisierenden Einheitsgedanken zum Opfer fallen.
Als Reisender wächst in mir schnell die Einsicht, dass die Diversität allen Lebens durch uns selbst auf dem Spiel steht. Obwohl wir der Schlüssel sein könnten, genau diese zu schützen.

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Der Umgang mit Zeit ist unvergleichbar auf Reisen. Der Tag wird durch die einkehrende Dunkelheit oder die aufgehende Sonne bestimmt; der Reisealltag hingegen durch das Wetter, die Begegnungen und Gelegenheiten unterwegs und durch das innere Bauchgefühl.
Zeit im Sinne von Urzeit oder Planung, spielt nur ganz bedingt eine Rolle. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fliessen ineinander. Sie sind gefühlt beinahe das selbe.
Das Zeitmaß liegt vielmehr beim Reisenden selbst. Der Bezug zur Landschaft und der Umgebung ist ein Dialog mit dem Tageszeitgefühl. Kein “nine to five”, kein Arbeitgeber, kein Rentenkonstrukt legt Zeiteinheiten oder ein Ablaufdatum fest.
Der größte Freiheitsmoment wird im Wesentlichen dann eintreten, wenn Zeit nicht gefühlt wird und der Kopf an nichts denkt.

 

 

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